CDU Fraktion für Geschwindigkeitsanzeigetafeln

Image by https://udv.de/de/node/50876
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Überhöhte Geschwindigkeiten sind ein Grund für schwere und schwerste Verkehrsunfälle. Die Einhaltung der Geschwindigkeit kann durch Geschwindigkeitsmessung (Blitzen) nicht überall durchgängig sichergestellt werden. Gerade an Orten mit besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern (z.B. Kindern oder Senioren) ist dies jedoch wichtig, um sie zu schützen.

 

Bereits in der Vergangenheit hat die CDU-Fraktion das Thema zum Anlass genommen und unter anderem im Februar 2020 einen Antrag unter der Vorlagenummer VO/ 2020/3384 gestellt. Der Bürgermeister wurde beauftragt zu prüfen, „ob und wo sogenannte präventive Geschwindigkeitsanzeigetafeln / Dialog Display „Smileys“ in Wismar errichtet werden können. Priorität sollten dabei Schulen und Kitas sowie ggf. Senioreneinrichtungen haben.“

 

Das Thema liegt uns besonders am Herzen. Gerade vor Schulen und Seniorenheimen reicht oftmals eine Reduzierung der Geschwindigkeit nicht aus. Mit den Dialog-Displays wollen wir die Aufmerksamkeit der Autofahrer steigern.“, so Hannes Naumann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

 

In der Folge gab es weitere Diskussionen z.B. zur Situation vor der evangelischen Grundschule. Im August haben wir daraufhin folgende Anfrage eingereicht: „Wurde die Prüfung mittlerweile vollzogen und wie ist das Ergebnis? Wenn nein, warum nicht und wann ist mit dem Ergebnis zu rechnen.“ Die Antwort der Verwaltung darauf (BA/2020/3595-01) stellt die CDU-Fraktion nicht zu frieden. Demnach gäbe es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die die Wirksamkeit dieser Geschwindigkeitsanzeigen bzw. Smiley bestätigen würden. Des Weiteren seien dem Ordnungsamt zurzeit keine „überhöhten Geschwindigkeiten“ bekannt.

 

Die Geschwindigkeitsanzeigen sind ein zusätzliches Mittel um Autofahrern die Tempolimits bewusst zu machen. Dabei gibt es zwei Varianten. Die Geschwindigkeitstafeln zeigen das tatsächliche Tempo des Verkehrsteilnehmers an. Dialog-Displays gehen wortwörtlich mit dem Autofahrer in den Dialog und geben über einen freundlichen oder einen traurigen Smiley Rückmeldung zur gefahrenen Geschwindigkeit.

 

Einige Gemeinden aus dem Landkreis haben diese Anlagen bereits erfolgreich installiert. Wir erachten die Errichtung dieser Displays weiterhin für eine gute Idee und an geeigneten Stellen für eine gute Möglichkeit die Verkehrssicherheit weiter

zu erhöhen. In Gesprächen mit den Umlandgemeinden so z.B. mit dem Bürgermeister der Gemeinde Hohenkirchen Jan van Leeuwen und einigen Vor- Ort-Besuchen konnten wir uns von der Sinnhaftigkeit überzeugen lassen.“, so Tom Brüggert, Fraktionsvorsitzender.

 

Des Weiteren gibt es durchaus Erhebungen, wie z.B. durch die Unfallforschung der Versicherer (UDV) des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) „Bei Einsatz des Dialog-Displays wurden demnach deutliche und anhaltende Verhaltensänderungen bei den Kraftfahrern beobachtet. Je nach Einsatzort verringerte sich in der Untersuchungsphase die Durchschnittsgeschwindigkeit um 1,8 bis 6 km/h. Der prozentuale Anteil der Fahrer, die die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit überschritt, verringerte sich deutlich um 43 bis 64 Prozent.“